Ganz Neuruppin feiert zum Wohl der Flutopfer

Neuruppin – Der 7. Brandenburg-Tag gestern in der Fontane-Stadt Neuruppin: Fast 200000 Besucher kamen, waren in super Feier- und Spendierlaune.


Unter dem Motto "Brandenburg sagt danke" stand das Fest ganz im Zeichen der Elbflut. Zu Beginn dankte Landeschef Matthias Platzeck (SPD) unter tosendem Befall den Helfern. Gleichzeitig drängten sich 20 junge Leute mit Spendenbüchsen durch die Massen. Gedacht ist das gesammelte Geld für den Wiederaufbau des evangelischen Kinderhauses im sächsischen Pirna.

"Da helfen wir doch gern", sagte Eberhard Kraft (66) aus Wittstock, während seine Frau Gertrud (62) einen Geldschein in eine Büchse steckte. Und nicht nur die beiden waren spendierfreudig: Schon am frühen Nachmittag waren satte 50000 Euro zusammengekommen.

Und nicht nur die Gäste zeigten sich spendabel, auch die Akteure. Von jeder verkauften Bretzel gab der Niederländer Wam Kat zehn Prozent als Spende weiter. Kostenlos stylten die Prignitzer Figaros die Köpfe ihrer Kunden. Die bezahlten an der Sammelbüchse nach eigenem Ermessen. Was Stephan Bernhagen (36) – noch unter der Schere – der fesche Schnitt wert ist? "Da muss ich erst in den Spiegel schauen – aber mindestens fünf Euro", sagte der Berliner.

Holzofen-Brot, Wurst, Fisch frisch aus dem Rauch und Obstwein aus Werder – überall verführten regionale Spezialitäten zum Schlemmen. Kunst-, Bauern- und Handwerkermarkt sowie unzählige Stände von Vereinen aus der Uckermark bis Elbe-Elster lockten mit vielfältigen Angeboten. Dazu luden 1200 Künstler auf 20 Bühnen zum Verweilen ein.

Am Abend wurde die Wahl dann richtig zur Qual: Neben vielen anderen bekannten Stars spielten die Kultband "City", die "Kelly Family" aus Irland und Altrocker Udo Lindenberg zum Konzert auf. Marion Klemp

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