Stelen oder Litfasssaeule

Neue "Stadtmöbel" geplant / Touristinformation braucht Werbeflächen

FRED HASSELMANN

BELZIG Seit dem Umzug der Touristinformation in die größeren Räume im Rathaus gibt es ein neues Problem: Wohin mit den vielen Plakaten und anderen Veranstaltungsankündigungen? Während im bisherigen Domizil in der Straße der Einheit 5 ein großes Schaufenster als Litfaßsäule diente, das auf einen Blick einen Überblick über die Veranstaltungen in der Region gab, fehlt nun diese Möglichkeit. Allerdings, so hieß es auf der jüngsten Sitzung des städtischen Planungsausschusses, ist ein so genannter Info-Punkt eine der Bedingungen, um die für die Belziger Touristinformation angestrebte Prädikatisierung "Rotes i" zu erhalten. Gäste der Stadt sollen sich auch außerhalb der Öffnungszeiten über das Veranstaltungsangebot informieren können. Und zwar in unmittelbarer Nähe der Touristinformation.

Landschaftsarchitekt Gunnar Lange stellte den Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses nicht nur den Entwurf eines solchen Info-Punktes – bestehend aus drei Edelstahlstelen mit Schaukästen – vor, sondern kündigte auch an, dass die so genannten Stadtmöbel wie Bänke und Papierkörbe perspektivisch erneuert werden müssen und sollen. Auch Fahrradständer werden gebraucht. Für ihn gehören diese Planungen "alle in einen Topf", um eine einheitliche und harmonische Außendarstellung in der historischen Innenstadt zu erreichen. Mehrere Ausschussmitglieder sowie der Sanierungsrat haben allerdings "Bauchschmerzen" bei dem Gedanken, dass der rund 14 000 Euro teure Info-Punkt wie vorgeschlagen auf dem Marktplatz vor der Sparkasse errichtet werden soll. Während es Wam Kat (Linkspartei-PDS) zu teuer ist, könnten sich Wolfgang Terp und andere eine verglaste Litfaßsäule mit einem "i" auf der Kuppel vorstellen, die vor dem Rathaus Platz finden sollte.

Zumindest die Idee, den Info-Punkt auf der Rathausseite zu errichten, stieß auf Zustimmung, nicht zuletzt, weil die Gestaltungssatzung der Stadt besagt, Werbung, nur am Ort der Leistung zuzulassen. Eine Entscheidung indes fiel am Montagabend nicht. Bis zur nächsten Sitzung des Bauausschusses am 24. Oktober soll deshalb ein Gesamtkonzept vorgelegt werden, in das unter anderem auch die künftige Marktplatzgestaltung einbezogen werden soll.

Was den Info-Punkt betrifft, drängt allerdings die Zeit. Bevor es diesen nicht gibt, wird aus dem Prädikat "Rotes i" zunächst nichts.

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